Der Porsche Targa gilt seit seiner Erstauflage als der andere 911. Er ist der Porsche für Genießer. Classic Driver hat die Modellgeschichte vom ersten Targa über die G-Serie, die Baureihen 964, 993 und 996 bis zum aktuellen 997 nachgezeichnet. Nicht fehlen dürfen bei dieser Umschau die Pretiosen in Gestalt des Turbo-Targa aus dem Frühjahr 1987 oder der Porsche-Studie Panamericana von 1989. Erkenntnis am Rande: Ganz nebenbei schuf Porsche mit dem Targa ein eigenständiges Fahrzeugsegment. Eine schnelle Geschichte – nicht nur für Genussmenschen!
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Bei erfahrenen Genießern gilt der elegante Porsche 911 Targa als der heimliche König der mittlerweile überaus weit verzweigten Elfer-Baureihe. Für konsequente Porsche Puristen indes bleibt er ein Kompromiss. Die einen wollen den Arche-Typ und somit das klassische Coupé, die anderen setzen auf direkte Frischluftzufuhr und wählen das Cabriolet. Und die Leistungselite greift gleich in ein anderes Regal und ordert einen mächtigen Turbo, einen noch stärkeren GT2 oder eine der schnellen GT3-Varianten. „Targa fahren kann ich später immer noch – genauso wie Golf spielen!“ sagte mir einmal ein Turbo-Fahrer beim Porsche-Plausch. Mag sein. Für die Wissenden, die nicht mehr der Hundertstelsekunde nachhetzen müssen, die sicher, schnell und luxuriös im Alltag unterwegs sein wollen, jedoch nicht auf Sonnenlicht auf der Haut verzichten wollen, bleibt der Targa hingegen erste Wahl.
Und das seit über vier Jahrzehnten! Tatsächlich darf der Porsche Targa mittlerweile längst als Klassiker gelten, der eine eigenständige Fahrzeugkategorie definiert. „Das erste serienmäßige Sicherheitscabriolet der Welt“ – so lautete die Schlagzeile, mit der Porsche im September 1965 stolz den ersten 911 Targa auf der Frankfurter Internationalen Automobil Ausstellung präsentierte. Presse-Chef Huschke von Hanstein ließ die Journalisten damals wissen: „Der Targa ist weder ein Cabriolet noch ein Coupé, weder ein Hardtop noch eine Limousine, sondern etwas völlig Neues.“