| 24.06.2010 Mercedes-Benz SL (R129) ![]() Schwäbische Wertarbeit Text: Sven Jürisch Fotos: René Staud / Mercedes-Benz Trauen Sie sich etwas, liebe Classic Driver-Leser! Statt in ein aktuelles Mittelklasse-Cabrio zu horrenden Leasing-Conditionen zu investieren, legen Sie Ihr Geld an in einen Mercedes-Benz SL der R129-Baureihe. Dass Sie den aristokratischen Roadster auch ohne Lotto-Gewinn bar bezahlen können – und dennoch einen zuverlässigen Alltagsbegleiter erhalten – belegt unsere Kaufberatung. Anzeige Mit dem Mercedes-Benz SL des Typs R129 brachen die Stuttgarter 1989 auf in eine Neue Welt. Soviel Elektronik hatte es zuvor noch in kaum einem Mercedes gegeben. Um nicht die Fehler des Münchner Konkurrenten BMW zu wiederholen, gelangte die neue Technik erst zum Einsatz, als diese auch fehlerfrei funktionierte. Drei Motorversionen, ein Achtzylinder und zwei Reihensechszylindern, standen zur Auswahl und nur wenige Tage nach dem Debüt auf dem Genfer Autosaloon waren die ersten Kaufverträge Gegenstand von Verkaufsanzeigen in der Fachpresse. Gegen Mehrpreis von fünfstelligen DM-Beträgen. Grund für die große Beliebtheit war insbesondere das vollautomatisch arbeitende Stoffverdeck. Es faltete sich auf Knopfdruck selbstständig hinter den beiden Notsitzen in einem Kasten zusammen. Damit gehörte das lästige Hantieren mit Haken und Spriegeln wie beim Vorgänger der Vergangenheit an. ![]() 1992 erschien mit dem 394 PS starken 6,0-Liter-V12 das Spitzenmodell, das zusätzlich über ein Fahrwerk mit elektronisch geregelten Stoßdämpfern verfügte. Dieses ließ dem Fahrer die Wahl zwischen einer komfortablen oder einer sportlich straffen Charakteristik seines SL und bot mit dem ebenfalls serienmäßigen ESP ein neues Maß an Fahrdynamik und Fahrsicherheit. Im Laufe seines Lebenszyklus erfuhr der Roadster zahlreiche Anpassungen an das aktuelle Motorenprogramm der PKW-Baureihe von Mercedes. So wich ab 1995 die KE-Jetronik einem modernen Motormanagement und auch die bewährten Reihensechszylinder wurden 1998 durch den modernen V6-Dreiventiler abgelöst. Detailmodifikationen, etwa die Neugestaltung von Scheinwerfern und Stoßfängern, die Überarbeitung des Interieurs und der Einsatz von neuen Automatikgetrieben hielten den Roadster bis zu seinem Auslaufen 2001 so jung, dass er bis heute kaum von seiner Faszination eingebüßt hat. Das Produktionsende nach 204.940 Exemplaren versüßte Mercedes den Kunden mit einer „Final Edition“ genannten Serie, die heute zu den besonders begehrten Raritäten gehört. ![]() Motoren und Getriebe |
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